Kluftingers Fälle : Seegrund
Mal etwas Werbung für Kluftinger. Ein Krimi, speziell für Taucher gibt es "Seegrund". Will jetzt keine Links auf die großen Bücherversender machen.
Hier noch einen Artikel im Handelsblatt gefunden: Welches Geheimnis birgt der „blutende See“?
Die beschreiben alles, was auch in dem Krimi vorkommt.
Während der Alatsee oberhalb dieses Abschnitts ein ganz normaler, sauerstoffreicher Bergsee voller Pflanzen und Tiere ist, befindet sich unter der roten Schicht so gut wie kein Sauerstoff. Hier ist der See tot.
Forscher fanden heraus, dass sich in 16 Meter Tiefe große Mengen an purpurfarbenen Schwefelbakterien befinden. Diese Bakterien färben den See rot und sorgen dafür, dass es rund um den See zuweilen unangenehm nach Schwefelwasserstoff riecht. Woher der Schwefel kommt, ist unklar. Eine Theorie der Wissenschaftler: Der Schwefel ist auf das gipshaltige Gestein am Seeufer zurückzuführen. Denn Gips besteht unter anderem aus Sulfat, Nahrungsgrundlage für Schwefelbakterien. Verwittert das Gestein, wird Gips in den See gespült und dient den Schwefelbakterien als Futter.
Neueste Erkenntnisse scheinen diese Theorie allerdings zu widerlegen. Messungen ergaben, dass das „rote“ Wasser zu alt ist, um durch Einwirkungen von außen eine derart hohe Schwefelkonzentration entwickeln zu können. Denn der See ist meromiktisch. Das bedeutet, im Frühling und Herbst durchmischen sich die unteren Wasserschichten nicht. Und so „schwebt“ das schwefelhaltige Wasser seit tausenden Jahren im See. Die fehlende Wasserzirkulation ist auch der Grund dafür, dass die schwefelhaltige Schicht in 16 Metern Tiefe kompakt verharrt und nicht aufsteigt oder sich mit dem umgebenden Wasser vermengt. Zum Glück, denn würden die giftigen roten Schwaden nach oben steigen oder sich vermischen, wäre dies das Ende allen Lebens im See.
Der Alatsee birgt aber noch mehr Geheimnisse: Bei Forschungsarbeiten fanden Taucher riesige Eisenstangen am Seegrund. Immer wieder tauchen Geschichten über geheime Forschungsprojekte der Nationalsozialisten auf. Belegen lässt sich, dass die Eisen-Konstruktion eine Anlage war, mit der die Nazis die Aerodynamik von Zeppelinen messen wollten. Mit dem Schwefelaufkommen haben die Experimente aber nichts zu tun.
Rund um den Alatsee ranken sich außerdem Erzählungen über geheime NS-Schätze am Seegrund. Vor allem in den 1950er und 1960er Jahren suchten Taucher nach diesen angeblichenen Schätzen. Dass es dabei immer wieder zu tödlichen Unfällen kam, hat die Legendenbildung weiter gefördert. Die Taucher, die ihren Ausflug in den See überlebten, kamen mit leeren Händern wieder – immerhin hatten die schaurigen weißen Frauen sie verschont.






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